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Behandlungsbericht

Erfahrungsbericht Papa (32), Söhne (5J+10Mon)

Also mein Opa (74, Z. n. Neck-Dissection, beh. im Dez. 04) wollte nicht mit. Der Termin stand schon, als er es sich anders überlegt hat. Es geht ihm so gut seit der Behandlung bei Dr. Biedermann und mit der Gymnastik, die er empfohlen hat, er braucht auch so gut wie keine Schmerzmittel mehr (vorher täglich mehrfach)! Und der Doc fand das auch absolut gut so, hat sich gefreut, dass es ihm so gut geht!

So, nun zum Rest der Familie. Für die, die uns nicht (mehr) kennen, schreib ich noch mal kurz was dazu.

Mein Mann wurde im November behandelt an der HWS. Er hat eine starke Skoliose, als Kind Kiss-Zeichen gehabt. Wobei der Doc meint, man kann nicht sagen, was zuerst da war, vermutlich eins durchs andere bedingt. Die Skoliose macht sich halt immer wieder schmerzhaft durch Verspannungen bis hin zum Hexenschuss bemerkbar. Nach der ersten Behandlung, wo praktisch die ganze WS behandelt wurde :-), ging es ihm auch lange gut. In den letzten Wochen nahm die Schmerzhaftigkeit wieder zu, und so musste heute das Becken und die HWS behandelt werden, so wie es aussah, der C2, aber ich hab nicht gefragt. Es hat geknackt, und mein Mann sagte gleich, er kann den Kopf wieder viel freier drehen. Es sei so, als ob die Verspannungen weg sind. Er sagt aber auch, dass er Angst hat, sich richtig zu bewegen, damit nicht wieder was "verknackst". Na ja, wird wohl ein paar Tage dauern, die Kiss-Senior (inn)en unter Euch wissen ja Bescheid ;-)

Julian (geb. 5/00) war ein typisches Kiss-Baby. Geboren in 38 Stunden, mit Kristeller´schem Handgriff nachgeholfen und letztlich per Saugglocke geholt. Geschrieen ohne Ende, wollte zu früh nur sitzen, asymmetrisches Robben, einseitige Kopfhaltung, Stillprobleme usw. Mit den typischen Sprüchen: das sind die 3-Monats-Koliken, das verwächst sich schon, das wird schon, verwöhnen Sie ihn halt nicht so etc. pp., Ihr kennt das ja *stöhn*. Letztes Jahr haben wir dann von Kiss gehört, und die Lektüre eines Erfahrungsberichtes war wie ein Schlag ins Gesicht: da beschrieb doch jemand UNSER Kind, es gibt eine behandelbare!!! Ursache dafür - und KEINER kennt das offensichtlich!!!!!! Wir haben uns dann begierig im I-Net und per Bücher (Drs. Biedermann und Sacher) belesen und sind im September nach Köln gepilgert. Ich war so nervös, ich glaube, ich hätte unter der Tür durchgehen können :-D Da die Praxis zu dem Zeitpunkt umgebaut wurde, hat der Doc aufs Rö verzichtet, hat aber natürlich gründlich untersucht und, wie zu erwarten, unsere Vermutungen bestätigt. Julian wurde behandelt und war dann einige Tage wie ausgetauscht: ruhig, geduldig, kreativ, geschickt. Das hielt leider nicht lange, aber zu meinem Erstaunen war bei der Kontrolle im letzten November alles in Ordnung, diesmal sogar mit Rö. Wir haben dann noch KG nach neurophysiologischen Gesichtspunkten begonnen bei einer ganz fantastischen Physiotherapeutin, die auch die INPP-Zusatzausbildung hat. Außerdem macht er seit einigen Wochen eine homöopathische Konstitutionsbehandlung in der Hoffnung ihm zu helfen, mit sich selbst ins Gleichgewicht zu kommen. Lange Rede kurzer Sinn, ich war immer noch der Meinung, dass etwas nicht in Ordnung ist, allerdings sieht man Fortschritte ja auch nicht unbedingt, wenn man täglich mit dem Kind zusammen ist. Jedenfalls habe ich vor einigen Tagen seine Kindergärtnerin gebeten, ihn mal genau zu beobachten, v. A. auch die Motorik. Und habe einen unheimlich positiven Bericht bekommen! Julian ist wesentlich aufgeschlossener anderen Kindern gegenüber, zieht sich nicht mehr zurück, muss sogar gelegentlich bebremst werden. Er ist nicht mehr der Prügelknabe der Gruppe, sondern ein sehr beliebtes und aktives Kind. Das kann ich jeden Morgen sehen, wenn wir in den KiGa kommen: aus mindestens drei Ecken tönt es "der Julian ist da!!!" und mehrere Kinder hängen gleich an ihm :-))) Der motorische Bereich ist wohl auch wesentlich besser, er fällt nicht mehr so oft, er schneidet besser, malt und bastelt öfter und freiwillig. Das alles hat mich sehr gefreut zu hören und ich dachte mir dann schon, dass wahrscheinlich nichts mehr ist - und dem war auch so. Der Doc hat sich auch gefreut über seine Fortschritte und wenn man bedenkt, was sich da in gerade mal sieben Monaten getan hat, dann ist das enorm. Er ist kein anderes Kind, nach wie vor sehr hektisch, ungestüm und oft unkonzentriert. Ich merke aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind und dass auch besonders das Turnen und die Homöopathie als Anschluss- bzw. Begleitbehandlung optimal für ihn sind! Der Doc hat heute übrigens nur eine Beckenblockade gelöst, da er aber ein leichtes Hohlkreuz hat, wird das wohl nicht das letzte Mal gewesen sein.

Jonas (geb. 06/04) war eigentlich der Auslöser der ganzen Kiss-Welle in unserer Familie. Seine Geburt verlief eigentlich recht schnell und komplikationslos, er ist während der Austreibungsphase nur kurz stecken geblieben. Einige Tage (5) nach der Geburt fing auch er an, das Köpfchen schief zu halten und exzessiv zu schreien. Ich bin eines Abends heulend mit dem untröstbaren, schreienden Baby im Arm durchs Wohnzimmer gelaufen und habe zu meinem Mann gesagt, dass ich das nicht noch mal schaffe, wieder ein halbes Jahr Dauerschreien, ich war völlig verzweifelt. Mein Mann googelte dann nach Schreibaby und stieß darüber auf Kiss. Er war recht lange still, dann rief er mich und gab mir oben erwähnten Erfahrungsbericht zum Lesen - und mir fiel die Kinnlade auf die Knie. Da Jonas nicht so heftige Symptome hatte und ich trotz allem durch die kritischen Berichte, die ich mir natürlich auch besorgt hatte, etwas verunsichert war, habe ich erstmal nur Julian behandeln lassen. Eine Woche später waren wir wieder in Köln :-)) Jonas wurde geröntgt (in der Kinderklinik Köln). Der Radiologe hat uns den Befund gezeigt. Selbst meine Ma, die dabei war, konnte die Verkippung erkennen. Doc Biedermann sprach dennoch nur von einem leichten Befund und sagte, man müsse nicht gleich immer alles behandeln, viele Kinder kompensieren solche leichten Befunde sehr gut. Aber aufgrund der Schreiproblematik und der ausgeprägten Kopfhalteschwäche hat er ihn behandelt. Und, was soll ich sagen, am gleichen Tag noch drehte mein Kleiner den Kopf frei in beide Richtungen und tolerierte die Bauchlage und macht seitdem eine annähernd perfekte, schulbuchmäßige motorische Entwicklung mit! von der Bobath-KG, die wir angefangen hatten, stehen noch drei Termine offen (die werden wir wohl demnächst mal machen), weil die KG nichts mehr für ihn tun konnte. Seine Linksneigung hat sich völlig gegeben, er hat sich gedreht, ist einige Wochen symmetrisch gerobbt, krabbelt jetzt alternierend (und blitzschnell *augenroll*), zieht sich seit einigen Tagen zum Stehen hoch. dass er dabei auf den Zehenspitzen steht, sei völlig normal am Anfang, hab ich heute gehört. Jonas ist ein sonniges Kind, das fast den ganzen Tag lacht, wenig weint und wenn, dann nur, wenn er einen Grund dazu hat. Und dann läßt er sich auch leicht beruhigen.

Zusammenfassend bedaure ich es natürlich, daß wir nicht eher von Kiss gehört haben. Aber es ist jetzt natürlich müßig zu überlegen, wie Julian sich mit früherer Behandlung entwickelt hätte, und so bin ich einfach nur froh, daß wir es noch rechtzeitig vor der Schule erkannt und behandelt haben!

Eine große Hilfe war mir auch oft dieses Forum hier. An dieser Stelle mal ein besonderes Danke an alle, die sich hier und noch weit über das Forum hinaus engagieren, Ihr seid spitze!!!

Ich kann nur sagen, hört auf Euer Gefühl, laßt Euch nicht verunsichern, geht zu den fettgedruckten Listendocs! Letztlich lohnt es sich auch für uns Eltern, wenn wir endlich unseren Kindern angemessen helfen können!

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen alles Gute!
Ganz liebe Grüße Alex

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