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Behandlungsverlauf

Hier ein Bericht über Karlotta:

Unsere Karlotta wurde nach 2 Wochen Übertragung per Not- KS entbunden (FW grün und dickschlammig, Plazenta geschrumpft...). Rausgerissen...

Bereits nach ein paar Tagen kamen die ersten Probleme: Sie stillte nur kurz, manchmal nur so 1- 3 Minuten, verweigerte dann die andere Seite auch, schrie, überstreckte sich. Auffällig war auch, dass sie uns nie direkt ansah, sie guckte immer irgendwo hin, in irgendeine Ecke. Wir fanden immer Gründe, warum sie genau da hin guckte. Sie will halt die große Schwester sehen, ins Licht gucken. Lag sie im Bett, ächzte sie stundenlang wie ein alter, quietschender Schrank..., fand keine Ruhe, versuchte aber eisern. Hatte sie dann eine Position, die ihr gut tat, dann ging´s. Stillprobleme blieben... ging sowieso nur im Liegen und bei absoluter Ruhe. An der einen Seite musste ich den Arm unterlegen, damit es klappte, an der anderen lag ich hoch gebettet, und sie fast unter mir...

Weitere Probleme:

1. rechtes Auge permanent entzündet/ vereitert, bekam 8 Wochen lang AB dagegen, hm, dennoch wischten wir jeden Tag dicken gelben Eiter heraus
2. fürchterliche Neugeborenenakne, das ganze Gesichtchen voll verpickelt (Nystaderm-Salbe... täglich, zig Mal)
3. spuckte nicht nur, sie lief regelrecht aus, heißt, nach dem Stillen, zwischen den Stillzeiten, beim Stillen, im Schwall, immerzu und immer wieder, musste ständig umgezogen werden, nahm kaum noch zu... eher ab zum Schluss hin
4. nix durfte an den Kopf kommen, sie fand jeden Body, jede Mütze hoch unangenehm
5. keine Kopfhaltung in Bauchlage
6. hasste die Bauchlage, weinte
7. linke Seite wurde gar nicht bewegt, als wäre die nicht existent...
8. schreckliche, fürchterliche Koliken
9. schlussendlich bemerkten wir (zunächst mein Mann), dass sie das Köpfchen nicht nach links drehen konnte, sie versuchte es, ging nicht, und dann weinte sie

Als wir DAS bemerkt hatten, da war sie 7 Wochen alt, und da fiel mir ein, was ich kürzlich mal gehört hatte - KISS-Syndrom. Ich ran ans Internet, Freund Google angeschmissen, boahhhhhhh, irre, ich voll am Suchen, Wirbeln. 2 Tage später unsere KiÄ, auch ganz hektisch, ach Mann, und sie hatte doch eigentlich vorher den Kopf drehen können, na ja, aber kein Problem, ich schreib Ihnen mal was auf, das hilft, heißt manuelle Therapie, meist reichen 1- 2 Behandlungen schon aus, und das Ganze ist wieder i.O. ..

Bekamen am selben Tag noch nen Termin bei einer Top- Physiotherapeutin, die nach wie vor für uns die allerbeste Vertrauensperson ist. Machte manuelle Therapie mit Osteopathie. Und Juchhu! Es wurde gleich nach der Behandlung besser, Lotte spuckte weniger. Drehte den Kopf, oh Mann, war das klasse!!!!!!!! Gleich am nächsten Tag dann die 2. Behandlung. Aber irgendwie war´s immer noch nicht o.k., sagte uns unser Gefühl... Jaaa, meinte die KG (die gleich das Wort "Kiss- Syndrom" benutzt hatte), aber eigentlich sei die Blockade jetzt weg, und es wäre nur noch alte Gewohnheit, hm.........

Das reichte uns aber definitiv nicht, und nebenbei war ich ja fleißig am weiter googeln... und stieß auf die Kiss-Kid-Seite, las alles... Behandlung, FAQ´s etc. (das Forum kannte ich damals noch gar nicht, wusste auch nicht, dass es so was gibt...) Naja, das war´n Freitag... und fest stand für uns, dass der nächste richtig gute Arzt für uns in Eckernförde sitzt, ca. 250 km fast nur Landstraße alias 4 Fahrstunden entfernt... einfache Strecke, klasse... aber wir wären sogar bis Kölle (8 Stunden, wenn´s gut läuft) gefahren, das stand für uns fest!

Naja, und nu war Freitag... Praxis Dr. Koch geschlossen und nicht erreichbar, ich erst mal fertig, Mann, warten bis Montag... und am Montag rief ich dort an und bekam einen Termin für den Donnerstag... sehr schnell, wie ich jetzt weiß, aber echt, das Warten, das war die Hölle... schien die Lotte doch tatsächlich den Kopf jetzt drehen zu können, jedenfalls ging das manchmal, und schlussendlich hatte die KG ja gesagt, war ne Blockade, ja, aber die ist jetzt weg... Spielzeug auf die linke Seite hängen etc. ...

Taten wir, half nix... und waren ziemlich verunsichert: Was, wenn wir nur rumspannen, solche überbesorgten Eltern waren? Was, wenn tatsächlich keine Blockade mehr da war? Und uns und dem Baby so eine Fahrt zumuten. Und auch das Röntgenbild mussten wir erst noch besorgen... und alle weigerten sich, ein 8 Wochen altes Baby zu röntgen... oh Mann, 10.000-de von Telefonaten... unsere KiÄ gab uns dann nen Tipp. Und wieder ne Stunde Fahrt im brütend heißen Auto hin und zurück, um sie röntgen zu lassen (Gott sei Dank hatten wir dann ne Praxis gefunden).

Zwischendurch den Anamnesebogen der Praxis Dr. Koch ausgefüllt- mehr konnten wir ja grad nicht tun. Auffälligkeiten gefunden, aber es war halt nicht wirklich alles auffällig, vor allem war Lotte ja kein "Schrei- Baby". Sie schrie halt nur, wenn sie Schmerzen hatte, wegen der Blähungen... Den Dr. Sacher-Artikel über Zusammenhang HWS und Blähungen gefunden...

Und nun war es für uns ganz klar:

Wir werden nach Eckernförde fahren, und wenn der ne "Negativ- Diagnose" aufstellt, dann ist es so, aber wir haben dann ne abgesicherte Diagnose, und das ist doch auch was.

Hm, dann hin zu Dr. Koch.

Der uns alles erklärt, Röntgen- Bild und so, dann Lagereaktionen nach Vojta. Himmel!!!!!!! War das krass: Wenn er sie nach rechts hielt, dann klackte das kleine Köpfchen um 180° rum... auf der linken Seite blieb es auf der Mitte stehen- krass...

Behandelt. einen Impuls gesetzt, ihr Köpfchen hielt er dabei fest, wie wenn man nen Puppenkopf aufsteckt, der Impuls aber ging von seinem Zeigefinger aus...

Jaaaaa. Meine Lottie war mittlerweile so weit gewesen, dass sie fast gar nicht mehr stillen wollte. ABER: Gleich nach der Behandlung bat ich noch in der Praxis um ne Räumlichkeit, um sie anlegen zu können... Und das war so genial: Lotte stillte IM SITZEN!!!!! Ganz lange! Und auch zu Hause ging das sofort! Sowas von genial! Ich bin ja fast zerschmolzen.

Nach 1 Tag ging die Neugeborenenakne zurück, nach 2 Tagen war ihr Gesichtchen blitzrein! Und irgendwann fiel uns auf, dass wir ihr ja noch in der Praxis vom Dr. das rechte Auge auswischen mussten, weil da wieder dickes fettes gelbes Sekret war... und das war´s aber, seither war ihr Auge blitzrein! 8 Wochen lang hatten wir es ihr jeden Tag mehrfach auswischen müssen, an OP wegen Tränenkanalstenose war gedacht worden...

Ja, und Spucken hatte SOFORT fast komplett aufgehört...

Sie ließ Bewegungen am Kopf geschehen...
begann, den Kopf zu halten
tolerierte die Bauchlage
bewegte auch die linke Seite...
Koliken blieben, aber nicht mehr so krass
UND: Sie konnte ihr Köpfchen jetzt WIRKLICH drehen!!!!!

KG ging nach Behandlungspause von 4 Wochen dann wöchentlich weiter.

Nach ein paar Monaten bemerkten wir jedoch, dass noch irgendwas ist, also eigentlich wurde unsere KiÄ drauf aufmerksam und meinte, wir sollten doch mal fragen, ob es auch Schulterblockaden gäbe. Lotte konnte sich nur vom Bauch auf den Rücken drehen, und auch nur über eine Seite. Auch hatte sie nun fast ständig obstruktive Bronchitis. Furchtbar.

Die KG hatte aber die Schulter schon lange behandelt, nix tat sich und riet zu nem Telefonat mit Dr. Koch. Ja, und der sagte, o.k., ich will sie sofort sehen. Ja, und Lottie hatte tatsächlich eine Blockade der Brustwirbelsäule... Ein klitzekleiner Druck auf den Rücken, und schon war´s o.k., am selben Tag drehte sie sich schon über die andere Seite auch, am nächsten sogar vom Rücken auf den Bauch, und nun rollerte sie wie ein Drehrumbum durch´s ganze Zimmer! Damals war sie so 6,5 Monate alt! Ach ja, nach paar tagen war sie hustenfrei, und das blieb so!

Probleme blieben weiter, im Hochziehen und Laufen: Sie zog sich nicht hoch, und wenn (mit ca. 1,5 Jahren), dann hatte sie nen irre auffälligen Knickfuß... ich wusste vorher gar nicht, was das überhaupt ist, aber wer die Lottie dann laufen sah, der begriff das sofort... Sie bekam Einlagen nach Nancy Hilton, von der KG war Besuch beim Orthopäden empfohlen worden. Nun konnte sie ihre kleinen Füßchen endlich fixieren. Aber komisch war´s immer noch.

Kontrolle bei Dr. Koch mit ca. 20 Monaten ergab, es war noch eine Blockade im ISG (Becken). Wieder ein Griff- und SOFORT alles bestens!!!!!!!!!!! Also, besser! ganz waren ihre Knickfüße noch nicht weg, sie trägt auch weiter die Einlagen (auch in Absprache mit Dr. Koch, der empfahl ebenfalls nach Nancy Hilton), aber es war so viel besser!

Und heute bin ich einfach so was von begeistert, da muss ich das einfach schreiben!

Gott, wie extrem war sie verzögert motorisch, wir dachten, sie holt das nie auf! Sie wäre wohl echt so "ein Fall" geworden, wo irgendwann mal wer ne spastische Lähmung der linken Seite diagnostiziert hätte, irgend so ein Schlaumeier... denn die bewegte sie ja zuvor gar nicht!

Und lange dachten wir, es tut sich zu wenig, dabei hatten wir doch "alles richtig gemacht"... gleich DEN Arzt aufgesucht, schnell behandeln lassen, und sie war dennoch uneinholbar zurück...

Nun ist sie grad 3 Jahre alt geworden. Und was soll ich sagen, es ist ALLES BESTENS!!!!!

Sie geht die Treppe im Wechselschritt, rauf wie runter, auch ohne festzuhalten. Die Tage hatte sie beide Arme voller Plüschtiere und begab sich so "herab"- die Treppe lang! Irre! Sie wetzt wie n Profi ihrer großen Schwester hinterher! Spricht, das ist ne wahre Freude! Und so ausgeglichen und zufrieden! Ich bin so froh! Wir sind so froh!

Wollte bloß unsere Freude teilen und Mut machen!

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