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Behandlungsverlauf

Hier ein Bericht über Julia:

Nach einigen Tagen (ich habe ambulant entbunden), viel mir auf, dass Julia den linken Arm und das linke Bein fast gar nicht bewegte.
Als meine Hebamme kam, sprach ich sie darauf an. Sie meinte, ich sollte mir keine allzu großen Sorgen machen, es aber im Auge behalten.
Natürlich vergaß ich vor lauter Aufregung bei der U2 den Kinderarzt darauf anzusprechen. Im Verlauf der nächsten Wochen stellten wir fest, dass die rechte Seite Julias Lieblingsseite wurde, und das sie ihren kleinen Körper wie ein "C" formt.
Zur U3 sprach ich dann mit meinem Kinderarzt darüber. Er forderte ich mich dazu auf, der Kleinen die linke Seite so "schmackhaft wie möglich zu machen, außerdem sollte ich sie tagsüber auf die linke Seite legen. Das ließ sich leicht sagen, denn unser Julchen schrie wie am Spieß! Mehr und mehr hatte sie dann mit den Koliken zu kämpfen, spuckte vermehrt und sabberte auch viel. Man konnte fast die Uhr danach stellen, abends um 18 Uhr fing sie an zu schreien und hörte selten vor zehn Uhr auf.
Ich ging also wieder zum KiA, er meinte, dass sie damit vielleicht die Erlebnisse vom Tag verarbeitet (bei uns geht es sehr turbulent zu, insgesamt haben wir drei Kinder, die ständig Besuch haben), ich sollte sie abends also schreien lassen! Es brach mir das Herz und nach einer halben Stunde schreien, versuchte ich also sie anders zu beruhigen.
Unsere Nachbarn haben 14 Tage vor uns ihr Kleine bekommen. Die kleine Ronja mag die linke Seite sehr gerne. Ihre Eltern erzählten mir dass sie jetzt zur Krankengymnastik gehen. Zur U4 sprach ich also meinen KiA darauf an. Er zögerte keinen Moment und meinte dann, dass Julia wohl eher das Kiss-Syndrom hat. Ich sollte einen Orthopäden aufsuchen. Er gab mir die Adresse und Telefonnummer von Dr. XXX in Paderborn und natürlich eine Überweisung.
Als ich dann nach Hause kam musste ich sofort googeln, fand Eure Seite. Ich habe mich kreuz und quer gelesen und hatte trotzdem so viele Fragen. Ich entschloss mich, einen Beitrag zu schreiben. Über die vielen Antworten hatte ich mich sehr gefreut. Dabei war auch eine Antwort von einer Frau, die mir dringenst dazu riet, nicht zu Dr. XXX zu fahren, sondern zu Dr. Göhmann nach Hannover. Also versuchte ich mein Glück und fragte nach einem Termin. Zufällig hatte jemand kurz vor mir angerufen und einen Termin für den nächsten Tag abgesagt.
Gestern waren wir nun also in Hannover. Und ich bereue nichts! Nach vielen konkreten Fragen wurde unsere Kleine untersucht, dann wurde sie geröntgt und keine zehn Minuten später zeigte mir Dr. Göhmann an mir, was er im Ungefähren mit Julia macht.
Ich konnte es kaum glauben, direkt nach der Behandlung konnte sie ihren Kopf nach links drehen! Die Fahrt, die Kosten und alles andere haben sich schon bis jetzt für uns gelohnt!
Julia hat seit der Behandlung noch kein einziges Mal gespuckt, gesabbert oder aus mir unerklärlichen Gründen geschrieen. Sie dreht ihren Kopf freiwillig nach links und sieht dabei selbst so erstaunt aus wie wir!
Jetzt hoffen wir natürlich das dies so bleib, und das sich ihr Köpfchen wieder formt und die Ohren gleich groß werden.
Dr. Göhmann meint das wir gute Chancen haben!
Ach, mir fällt noch ein, ich versuche so vielen Eltern wie möglich vom Kiss-Syndrom zu erzählen, denn auch ich hatte zuvor noch nie etwas davon gehört!

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